Ablauf

Nach der Bewerbungsphase wurden die teilnehmenden Städte, Märkte, Gemeinden bzw. Zusammenschlüsse durch ein fachliches Auswahlgremium bestimmt.

Nach Zuschlag beauftragten die Teilnehmer jeweils ein interdisziplinäres Planungsteam bestehend aus den Bereichen Städtebau/Stadtplanung sowie Informations- und Kommunikationstechnologie und entwickeln eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Digitalisierungsstrategie mit räumlichem Bezug. Die ausgewählten Kommunen werden dabei durch eine wissenschaftliche Begleitforschung unterstützt.

Innerhalb einer rund 18-monatigen Bearbeitungszeit sollen Fragestellungen, neue Ideen zum Prozess sowie inhaltlicher Art über ein Netzwerk aus den teilnehmenden Kommunen, dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und der Fachbegleitung diskutiert und innovative Lösungsansätze gefunden werden.

Zuwendungszweck und Projektbearbeitung

Im Rahmen des Modellprojekts werden Städte, Märkte und Gemeinden, bzw. interkommunale Zusammenschlüsse dabei unterstützt, auf Grundlage der Leitlinien und Handlungsempfehlungen der Smart City Charta ein integriertes digitales Entwicklungskonzept (IDEK) zu erarbeiten. Dieses verfolgt analog zum etablierten Instrument eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) einen ganzheitlichen Ansatz, eine interdisziplinäre, über die einzelnen Fachbereiche reichende Sichtweise und die enge Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Das IDEK soll den teilnehmenden Kommunen für den Bereich der städtebaulichen und digitalen Entwicklung als zentrales Planungs- und Steuerungsinstrument und Handlungsleitfaden für die künftige Entwicklung dienen.

Diese Vorgehensweise ermöglicht es, auf bewährte Prozesse der nachhaltigen Stadtentwicklung und Stadterneuerung hinsichtlich Organisation, Partizipation und Umsetzung zurückzugreifen und diese mit neuen Methoden und Bausteinen zu ergänzen. Dabei werden der Bedarf sowie der Mehrwert digitaler Lösungen von der Gemeinde selbst ermittelt und die gesellschaftliche Akzeptanz bzw. das Vertrauen in die Maßnahmen auf kommunaler Seite hergestellt.

Die Erarbeitung des IDEKs kann auf der Grundlage eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes oder einer vergleichbaren Konzeption erfolgen, mit dem Ziel übertragbare Lösungsansätze zur Entwicklung von individuellen Digitalisierungsstrategien aufzuzeigen. Bei Vorliegen eines aktuellen ISEKs können die Teilnehmer das bestehende Konzept ergänzen und weiterentwickeln. Zugleich können im Rahmen des Modellprojekts auch neue Prozesse angestoßen bzw. neue Kooperationen gebildet werden. Sofern dem Bewerber/den Bewerbern bislang keine städtebauliche Entwicklungskonzeption vorliegt, kann diese im Rahmen des Modellprojekts grundsätzlich auch neu entwickelt werden.

Ablauf und Organisationsstruktur / Planungsteam

Die Erarbeitung des Konzeptes soll durch ein interdisziplinäres Planungsteam unter der Führung der Fachdisziplin Städtebau/Stadtplanung und der Mitwirkung des Fachbereichs der Informations- und Kommunikationstechnologie erfolgen und folgende Schritte behandeln:

© Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

Während des gesamten Planungsprozesses wird die wissenschaftliche Begleitforschung die teilnehmenden Kommunen und Kooperationen unterstützen. Zum einen durch den individuellen Austausch bei der Vorbereitung des Projekts, der Definition von Projektzielen und der Ausschreibung und Beauftragung der beabsichtigten Planungsleistungen und zum anderen durch die fortwährende Begleitung im gesamten Erarbeitungsprozess. Zudem wird eine Austauschplattform etabliert, die die Vernetzung und den Wissenstransfer unter den Beteiligten ermöglicht.